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Private Homepage von Walter Hofmann Wie Agaporniden „nie alleine und zu zweit ein unschlagbares Team“! Krankheiten Bei den Unten aufgeführten Behandlungshinweisen, handelt es sich nur um Empfehlungen aus einschlägigen Fachbüchern. Für die Wirksamkeit dieser Behandlungen kann und möchte Ich keine Verantwortung übernehmen. Es sollte jeder Besitzer und Züchter selber wissen, was für seine Tiere das Beste ist. Bindehautentzündung: Symptome: Geschwollenes, entzündetes Auge, meist nur ein Auge, selten Ausfluss. Ursache: Infektionen, Zugluft, Chemikalien, verschmutzte Sitzstangen, an denen sich die Vögel das Gesicht reiben, Erkältung. Behandlung: Vorsichtiges Betupfen des Auges, mit Augensalbe, die vom Tierarzt verschrieben wurde. Es gibt noch Möglichkeiten, die der TA nicht verschreiben muss: z.B. Euphrasia Augentropfen der Fa. Wala, Konjunktisan B, bei grauem Star oder Hornhautverletzungen Konjunktisan A, oder Calendula-Tinktur allerdings 1 : 10 verdünnt. Durchfall: Symptome: Mehrmals breiiger oder wässriger Kot, das Gefieder um die Kloake ist verschmutzt. Ursache: Vielerlei Ursachen können den Durchfall ausgelöst haben. Häufig ist zu feuchtes Grünfutter schuld, doch auch verdorbenes Futter, eine Erkältung oder eine Darmentzündung ( z.B. Coccidiose ) können der Grund sein. Behandlung: Trennen Sie den Vogel von Artgenossen. Kein Grünfutter füttern. Kolbenhirse ( wirkt darmberuhigend ), Vogelkohle, schwachen Pfefferminz-, Kamillen-, oder schwarzen Tee anbieten. Wärme im Vogelzimmer, am besten durch Infrarotlichtbestrahlung. Legen Sie den Käfig mit weißem Papier aus, statt Vogelsand zu verwenden. Dann können Sie den Kot besser kontrollieren. Bessert sich der Zustand nach einigen Tagen nicht, muss sofort der Tierarzt aufgesucht ( Wichtig !! Kotprobe mitnehmen ) werden. Fettleibigkeit: Symptome: Schwere Atmung nach geringer Anstrengung, Bewegungs-, Flug-, und Sangesunlust. Probleme bei der Mauser. Erhöhte Krankheitsanfälligkeit. Übergewicht kann im Bauchbereich erfühlt werden. Ursache: Zu wenig Bewegung und zu kalorienhaltiges Futter. Stoffwechselkrankheit. Behandlung: Futter in Maßen reduzieren. Diät mit Hirse und Glanzsaat, wobei der Vogel jedoch nicht hungern darf. Eventuelle einen größeren Käfig kaufen und den Vogel öfters frei fliegen lassen, mit ihm spielen. Stellt sich nach einigen Wochen keine Besserung ein, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen, der den Agaporniden auf eine Stoffwechselkrankheit untersucht. Gehirnerschütterung: Symptome: Schiefhalten des Kopfes, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit. Ursache: Aufprall zum Beispiel gegen eine Fensterscheibe, Glastüre oder Möbelstücke. Behandlung: Sorgen Sie dafür, dass der Vogel Ruhe bekommt, und dunkeln Sie das Vogelzimmer ab. Rufen Sie einen Tierarzt an! Knochenbrüche: Symptome: Fehlstellungen an Beinen oder Flügeln. Der Vogel fliegt nicht mehr oder hinkt. Ursache: Aufprall während des Fluges, Hängen bleiben ( z.B. an Vorhängen ), vor Schreck panikartiges Flattern im Käfig. Behandlung: Der betroffene Knochen muss ruhig gestellt werden. Tierarzt aufsuchen. Lähmungen: Symptome: Der Agapornide kann ein oder beide Beine oder Flügel nicht mehr bewegen. Ursache: Meistens Vitaminmangel. Legenot kann auch Lähmungen verursachen, wenn das Ei auf einen Nerv drückt. Manchmal kann auch ein zu enger oder eingewachsener Fußring oder Tumor an der Lähmung schuld sein. Behandlung: Tierarzt aufsuchen. Vitaminmangel kann man mit Vitaminpräparaten und viel frisch Futter ausgleichen. Papageienkrankheit: (Psittakose, Ornithose) Diese Krankheit ist anzeigepflichtig, beim zuständigen Veterinäramt und Gesundheitsamt !! ACHTUNG !!!! Die Papageienkrankheit ist auf den Menschen übertragbar !!! Symptome: Schwacher Allgemeinzustand, der Vogel hat Erkältungsanzeichen, häufig auch Durchfall der auch blutig sein kann. Ursache: Ein Erreger, mit welchem der Vogel oft jahrelang infiziert sein kann, bevor die Krankheit ausbricht. Zum Glück wurde diese Gefahr in Deutschland früh erkannt, dank der strengen Kontrollen ist diese Krankheit inzwischen sehr selten. Doch wenn Sie ihre Agaporniden in einer Gartenvoliere untergebracht haben oder Ihnen im Sommer einen Aufenthalt im Freien gönnen, können in seltenen Ausnahmefällen Tauben oder Spatzen diese Krankheit übertragen. Behandlung: Beim geringsten Verdacht muss der Vogel dem Tierarzt vorgestellt ( frische Kotprobe mitnehmen ), von Artgenossen und anderen Vögeln getrennt werden. Bestätigt sich der Verdacht, kann nur eine Antibiotikabehandlung helfen. Verletzungen: Symptome: Sehr vielfältig. Das Gefieder kann aufgeplustert und der Vogel apathisch sein. Ursache: Gefieder- und Hautschäden, durch Aufprall oder Hängen bleiben. Verätzungen mit einer Chemikalie oder Verbrennungen beim Freiflug. Behandlung: Tierarzt aufsuchen. Entzündete Füße: Symptome: Blutende Füße, Krusten, Ekzeme an den Füßen. Der Vogel kann sich nicht auf der Sitzstange halten und fällt runter. Ursache: Stark verschmutzte Sitzstangen, ein verdreckter Käfig / Volierenboden oder Durchfall können die Gründe dafür sein. Häufig liegt es auch an einheitlichen starken Sitzstangen, die die Füße nicht beweglich halten. Der ständige Druck auf die selben Stellen macht den Fuß wund. Behandlung: Weichen Sie die Krusten in lauwarmen Kamillentee auf. Haben diese sich gelöst, tragen Sie Wundpuder- oder Heilsalbe auf die gewaschenen Füße auf. Legen Sie den Käfig / die Voliere mit unbedrucktem Papier aus. Polstern Sie dünne Sitzstangen mit Fensterleder. Tritt nach wenigen Tagen keine Besserung ein, Tierarzt aufsuchen. Bringen Sie im Käfig / in der Voliere unterschiedlich starke Sitzstangen an. Das hält die Füße beweglich. Besser noch Sie nehmen Naturäste. Legenot: Symptome: Das Weibchen presst mit starker Anstrengung und versucht vergeblich, ein Ei zu legen. Später ist es erschöpft und sitzt apathisch mit aufgeplustertem Gefieder am Boden. Die Atmung fällt ihr schwer, der Unterleib ist geschwollen, und die Kloake ist gerötet und heiß. Ursache: Die Schale des Eies ist zu dünn, fehlt oder ist zu rau, auch kann das Ei zu groß sein. Falsche Ernährung ( Verfettung, Vitaminmangel ), unsaubere Haltung. Manchmal eine Veranlagung des Tieres, welche nicht zu ändern ist. Behandlung: Nehmen Sie den Vogel, reiben Sie die Kloake vorsichtig mit warmem Speiseöl ein, massieren Sie den Bauch behutsam in Richtung Kloake. Geht das Ei in einer halben Stunde nicht ab, müssen Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Weil ein Darmverschluss droht, und das Tier qualvoll stirbt. |